Wenn Musik auf Marshmallows trifft
Vier Tage voller Musik, Gemeinschaft, leckerem Essen und jeder Menge Spaß – die Jugendfreizeit des Musikvereins Stadtkapelle Ditzingen hatte auch in diesem Jahr einiges zu bieten.
Am 28. Oktober traf sich die Gruppe frühmorgens auf dem Parkplatz der Stadthalle. Das Ziel: das Naturfreundehaus Donauversickerung in Tuttlingen-Möhringen. Kaum angekommen, wurden die Zimmer verteilt und bezogen. Während die Jugendlichen ihre Betten in Beschlag nahmen, legte das Küchenteam mit Elke, Tanja und Frank direkt los. Die Küche wurde eingeräumt und das erste Mittagessen vorbereitet. Schließlich mussten 24 Kinder und Jugendliche sowie zehn Betreuer für die kommenden Tage ordentlich versorgt werden!
Nach einer kräftigen Portion Spaghetti mit Tomatensoße, reichlich Salat und leckerem Grießpudding ging es musikalisch zur Sache. Bei der ersten Gesamtprobe wurden zunächst die Stücke des Vororchesters und anschließend die des Jugendblasorchesters geprobt. Die wohlverdiente Nachmittagspause versüßte eine reichhaltige Auswahl an selbst gebackenen Rührkuchen – für jeden Geschmack war etwas dabei! Anschließend nutzte die Weihnachtsmarktbande die Gelegenheit, neue Stücke für die bevorstehende Saison einzustudieren.
Am Abend stand der Kennenlernabend auf dem Programm. Namen wurden gelernt, neue Kontakte geknüpft und die ersten gemeinsamen Lacher waren garantiert. Die erste Nacht verlief ruhig und offenbar hatten sich alle schnell an die gemütlichen Betten gewöhnt. Am nächsten Morgen zeigte sich das allerdings beim Aufstehen: Obwohl die Jugendlichen eine halbe Stunde vor dem Frühstück geweckt wurden, saßen einige mit ausgesprochen kleinen Augen am Frühstückstisch. Ein Zimmer benötigte sogar eine zweite Weckrunde. Offenbar war die innere Uhr zu sehr im Ferienmodus!
Der Donnerstag startete mit intensiver Probenarbeit. Vororchester und Jugendblasorchester übten zunächst getrennt an ihren jeweiligen Stücken. Dabei konnten die jüngeren Musikerinnen und Musiker auch von der Unterstützung und der Erfahrung der älteren Mitglieder des gesamten Jugendblasorchesters profitieren. Danach blieb bei der Lernzeit Gelegenheit, sich um schulische Aufgaben zu kümmern. Auch hier standen die Betreuer bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite.
Zur Mittagszeit wartete ein echtes Festmahl: Schnitzel mit Kartoffelsalat und verschiedenen weiteren Salaten, gefolgt von einem Maracuja-Dessert. Wie immer: Vom Schnitzel bis zum Nachtisch war alles selbst gemacht. Ein großes Lob an dieser Stelle nochmals an das Küchenteam!
Anschließend ging es bei herrlichem Wetter nach draußen. Bei einem Geländespiel mit acht verschiedenen Stationen traten Vierer- und Fünferteams gegeneinander an. Ob Türme aus Spielkarten bauen, Konstruktionen aus Spaghetti und Marshmallows erschaffen, Füße stapeln oder einen Fußball auf ungewöhnliche Weise transportieren – Geschicklichkeit, Teamgeist und manchmal auch eine kreative Lösung waren gefragt. Der Spaß kam dabei natürlich nicht zu kurz.
Am Abend wurde es knifflig: Beim großen Jeopardy traten fünf Teams gegeneinander an. In verschiedenen Kategorien waren ein gutes Gehör, Wissen, Geschicklichkeit und Schnelligkeit gefragt. Dazu kamen Schätzfragen, bei denen sich zeigte, dass man nicht alles einfach aus dem Ärmel schütteln kann. Am Ende konnte sich ein Team knapp durchsetzen und als glücklicher Sieger ins Bett gehen. Verlierer gab es an diesem Abend allerdings keine – dafür hatten alle viel zu viel Spaß!
Am Freitag war bereits der letzte komplette Tag angebrochen. Der Morgen gehörte wieder der Musik und der anschließenden Lernzeit, bevor das Mittagessen für eine leckere Unterbrechung sorgte. Maultaschen, überbacken oder angebraten, dazu verschiedene Salate und zum Nachtisch Vanille- und Schokopudding – die Verpflegung ließ erneut keine Wünsche offen.
Danach wurde es sportlich: Beim Geländespiel „Capture the Flag“ im nahegelegenen Wohngebiet waren Ausdauer, Taktik und Schnelligkeit gefragt. Zwei Stunden lang wurde gejagt, gefangen und versucht, die gegnerische Flagge zu erobern. Am Ende stand ein Siegerteam fest. Doch nicht nur die Jugendlichen hatten sich ordentlich verausgabt – auch der eine oder andere Betreuer dürfte am nächsten Tag jeden einzelnen Muskel gespürt haben. Der Einsatz für die Jugend kennt eben keine Altersgrenze!
Am Freitagabend wartete schließlich das traditionelle Highlight jeder Jugendfreizeit: „Schlag die Betreuer“! Ganz nach dem Vorbild der TV-Show „Schlag den Star“ mussten sich Jugendliche und Betreuer in 13 Spielen miteinander messen. Wasser wurde transportiert, Tischtennisbälle wurden eingesammelt, Gesichter erraten und Wörter gemerkt. Dabei waren Geschicklichkeit, Konzentration und starke Nerven gefragt. Lange blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bis sich die Betreuer schließlich ein kleines Stück absetzen konnten. Das letzte Spiel, „L.O.L. – Last One Laughing“, endete unentschieden. Das Prinzip war einfach: Wer lacht, fliegt raus! Doch genau das machte die Sache so schwierig. Es wurde so viel gelacht, dass die strengen Regeln zur echten Herausforderung wurden. Am Ende ging der diesjährige Gesamtsieg an die Betreuer. Ob das Ergebnis beim nächsten Mal Bestand haben wird, bleibt abzuwarten – die Revanche ist auf jeden Fall vorprogrammiert!
Nach diesem ereignisreichen Abend wurde es spät. Erst um Mitternacht lagen auch die letzten müden Gesichter in ihren Betten. Am Samstagmorgen hieß es dann ein letztes Mal gemeinsam frühstücken, bevor eine abschließende Probe den musikalischen Teil der Freizeit abrundete. Anschließend wurden die Zimmer wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt und gründlich gereinigt. Nach getaner Arbeit machten sich die 24 Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren zehn Betreuern auf den Rückweg nach Ditzingen.
Vier Tage voller Musik, gemeinsamer Erlebnisse, sportlicher Herausforderungen, leckerem Essen und jeder Menge guter Laune gingen damit zu Ende. Die Jugendfreizeit zeigte einmal mehr, dass ein Musikverein weit mehr ist als gemeinsames Musizieren: Hier wachsen Freundschaften, entstehen unvergessliche Erinnerungen und wird Gemeinschaft gelebt – manchmal mit müden Augen, aber immer mit viel Herz.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Kuchenbäckerinnen und Kuchenbäckern, dem engagierten Küchenteam sowie dem Jugendteam mit Tamara und Brijan, der Jugendleiterin Anja Staiger und allen Betreuerinnen und Betreuern, die die Freizeit mit viel Einsatz und tollen Ideen möglich gemacht haben. Natürlich gilt der Dank auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die diese Tage mit Leben, Musik und guter Laune gefüllt haben.
Und wer weiß: Vielleicht klappt es beim nächsten Mal ja sogar mit dem rechtzeitigen Aufstehen – zumindest bei den meisten!
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